DIN EN ISO 7010 – alle Sicherheitszeichen erklärt

Was ist die DIN EN ISO 7010?

Die DIN EN ISO 7010 ist die zentrale Norm für Sicherheitszeichen im betrieblichen und öffentlichen Umfeld. Sie definiert international einheitliche Sicherheitszeichen für:

  • Unfallverhütung
  • Brandschutz
  • Gesundheitsgefahren
  • Flucht und Rettung
  • Notfallkennzeichnung

Das Ziel der Norm ist es, Sicherheitsinformationen ohne sprachliche Barrieren verständlich zu machen. Farben, Formen und Symbole sind daher standardisiert und überall eindeutig interpretierbar.

Das ist besonders wichtig in Unternehmen mit:

  • internationalen Mitarbeitenden
  • Fremdfirmen
  • Besucherverkehr
  • mehreren Standorten
  • Produktions- und Lagerflächen

Praxisbeispiel:
In einer Produktionshalle arbeiten Mitarbeitende aus verschiedenen Nationen sowie externe Wartungstechniker. Ein deutschsprachiger Text allein wäre hier nicht ausreichend. Ein genormtes Warnzeichen nach DIN EN ISO 7010 sorgt dafür, dass die Gefahr – beispielsweise elektrische Spannung oder Staplerverkehr – unabhängig von der Sprache sofort erkannt wird.


Warum ist die Norm für Unternehmen so wichtig?

Die DIN EN ISO 7010 ist in der Praxis ein zentraler Bestandteil der betrieblichen Sicherheitskennzeichnung. Sie sorgt für:

  • einheitliche Symbolik
  • bessere Verständlichkeit
  • höhere Rechtssicherheit
  • normgerechte Arbeitsschutzkennzeichnung
  • bessere Ergebnisse bei Audits und Begehungen

Gerade im Zusammenspiel mit ASR A1.3 und den DGUV-Vorschriften ist sie für Unternehmen besonders relevant.

 

Praxisbeispiel:
Bei einer Sicherheitsbegehung durch Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Berufsgenossenschaft wird regelmäßig geprüft, ob Sicherheitszeichen dem aktuellen Normenstand entsprechen. Veraltete oder uneinheitliche Symbole werden hier häufig beanstandet.


Welche Sicherheitszeichen sind in der DIN EN ISO 7010 geregelt?

Die Norm unterteilt Sicherheitszeichen in fünf Hauptgruppen.

 

Warnzeichen

Warnzeichen weisen auf Gefahren hin.

 

Merkmale:

  • gelber Hintergrund
  • schwarzes Symbol
  • dreieckige Form

Typische Beispiele:

 

Praxisbeispiel:
In einem Lager mit regelmäßigem Staplerverkehr reicht eine mündliche Unterweisung nicht aus. Neue Mitarbeitende, Besucher oder externe Dienstleister müssen sofort erkennen können, dass hier Fahrzeuge unterwegs sind. Ein genormtes Warnzeichen am Halleneingang erhöht die Aufmerksamkeit unmittelbar und reduziert Unfallrisiken deutlich.

 

 

Verbotszeichen

Verbotszeichen geben an, was nicht erlaubt ist.

Merkmale:

  • weißer Hintergrund
  • roter Rand
  • roter Schrägbalken
  • runde Form

Typische Beispiele:

 

Praxisbeispiel:
In einem Chemikalienlager ist „Kein offenes Feuer“ sicherheitskritisch. Ohne diese Kennzeichnung kann es im Ernstfall zu erheblichen Brand- oder Explosionsrisiken kommen.

 

 

Gebotszeichen

Gebotszeichen schreiben ein bestimmtes Verhalten vor.

Merkmale:

  • blauer Hintergrund
  • weißes Symbol
  • runde Form

Typische Beispiele:

 

Praxisbeispiel:
In einer Metallverarbeitung entstehen regelmäßig Lärm, Funkenflug und Späne. Ein Gebotszeichen direkt am Zugang zur Fertigung stellt sicher, dass Mitarbeitende und Fremdfirmen die notwendige PSA bereits vor Betreten des Bereichs anlegen.

 

 

Rettungszeichen

Rettungszeichen dienen der Orientierung im Notfall.

Merkmale:

  • grüner Hintergrund
  • weißes Symbol
  • rechteckig oder quadratisch

Typische Beispiele:

 

Praxisbeispiel:
Bei einer Evakuierung zählt jede Sekunde. In einem Verwaltungsgebäude mit mehreren Etagen müssen Fluchtwege und Sammelstellen sofort erkennbar sein. Eine normgerechte Rettungskennzeichnung hilft dabei, Personen sicher aus dem Gebäude zu führen.

 

 

Brandschutzzeichen

Brandschutzzeichen kennzeichnen Lösch- und Meldeeinrichtungen.

Merkmale:

  • roter Hintergrund
  • weißes Symbol
  • rechteckig

Typische Beispiele:

 

Praxisbeispiel:
Ein Feuerlöscher ist nur dann im Ernstfall hilfreich, wenn er sofort gefunden wird. Das Brandschutzzeichen muss daher oberhalb oder direkt neben dem Gerät klar sichtbar angebracht werden.


Warum sollten alte Sicherheitszeichen ersetzt werden?

Ein häufiger Fehler in Unternehmen ist die Mischung alter und neuer Symbole.
Veraltete Zeichen nach älteren Normständen oder betriebseigene Sonderlösungen führen häufig zu:

  • Verwirrung
  • geringerer Verständlichkeit
  • Audit-Mängeln
  • rechtlichen Risiken

Die DIN EN ISO 7010 schafft hier einen einheitlichen Standard.

 

Praxisbeispiel:
In älteren Gebäuden finden sich häufig noch frühere Piktogramme, etwa bei Fluchtwegen oder Feuerlöschern. Werden diese nicht aktualisiert, kann dies bei Sicherheitsbegehungen beanstandet werden.


Wo gilt die DIN EN ISO 7010?

Die Norm gilt in nahezu allen betrieblichen Bereichen:

  • Produktion
  • Lager
  • Werkstatt
  • Verwaltung
  • Außenbereiche
  • Parkflächen
  • Maschinenräume
  • Gefahrstofflager

Sie ist ebenso für öffentliche Gebäude und Einrichtungen relevant.


Fazit: DIN EN ISO 7010 als Grundlage moderner Sicherheitskennzeichnung

Die DIN EN ISO 7010 ist die zentrale Norm für Sicherheitszeichen im Unternehmen.
Sie sorgt für:

  • klare Verständlichkeit
  • internationale Einheitlichkeit
  • höhere Sicherheit
  • normgerechte Kennzeichnung
  • bessere Rechtssicherheit

Unternehmen sollten daher regelmäßig prüfen, ob ihre Sicherheitskennzeichnung dem aktuellen Normenstand entspricht.

 

Sie sind unsicher, welche Sicherheitszeichen nach DIN EN ISO 7010 für Ihren Betrieb erforderlich sind? Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl normgerechter Sicherheitszeichen, Warnschilder, Gebotszeichen und Fluchtwegkennzeichnungen. Sprechen Sie uns jederzeit an – wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.