Welche Sicherheitszeichen sind für meinen Betrieb notwendig?

Warum die richtige Auswahl von Sicherheitszeichen so wichtig ist

Viele Unternehmen stellen sich früher oder später dieselbe Frage: Welche Sicherheitszeichen brauche ich eigentlich wirklich?

Die Antwort lautet: Das hängt immer von den konkreten Gefährdungen, Arbeitsbereichen und betrieblichen Abläufen ab. Denn nicht jeder Betrieb benötigt dieselbe Sicherheitskennzeichnung.

Ein Büro hat andere Anforderungen als:

  • ein Lager
  • eine Werkstatt
  • eine Produktionshalle
  • ein Versandzentrum
  • ein Gefahrstofflager

Wichtig ist: Sicherheitszeichen sollten nie „auf Verdacht“ ausgewählt werden, sondern immer passend zum tatsächlichen Risiko.

Praxisbeispiel:
Ein mittelständisches Unternehmen bestellt zunächst pauschal verschiedene Warnschilder, ohne die tatsächlichen Risiken zu prüfen. Nach einer Sicherheitsbegehung zeigt sich, dass einige Schilder unnötig sind, während wichtige Rettungszeichen fehlen. Erst eine strukturierte Auswahl schafft Klarheit und reduziert Fehlkäufe.


Schritt 1: Welche Bereiche gibt es in Ihrem Betrieb?

Die erste Frage lautet: Wo sollen Sicherheitszeichen eingesetzt werden?

Typische Bereiche sind:

  • Büro
  • Lager
  • Produktion
  • Werkstatt
  • Versand
  • Technikräume
  • Außenflächen
  • Sozialräume

Jeder Bereich bringt unterschiedliche Anforderungen mit sich.

Büro

Häufig erforderlich:

  • Fluchtwegschilder
  • Notausgänge
  • Erste Hilfe
  • Feuerlöscher
  • Verbotszeichen (z. B. Rauchen verboten)

Lager

Zusätzlich oft notwendig:

  • Warnung vor Staplerverkehr
  • Bodenmarkierungen
  • PSA-Gebotszeichen
  • Regalkennzeichnung
  • Brandschutzkennzeichnung

Produktion

Hier ist die Sicherheitskennzeichnung meist umfangreicher.

Zum Beispiel:

  • Gehörschutz tragen
  • Schutzhelm benutzen
  • Warnung vor Maschinen
  • elektrische Spannung
  • Gefahrstoffe

Praxisbeispiel:
Ein Produktionsbetrieb benötigt deutlich mehr Sicherheitszeichen als die Verwaltung. Während im Büro vor allem Fluchtwege und Brandschutz relevant sind, kommen in der Fertigung zusätzliche Warn-, Gebots- und Maschinenkennzeichnungen hinzu.


Schritt 2: Welche Gefahren bestehen?

Sicherheitszeichen orientieren sich immer am Risiko. Fragen Sie sich:

  • Gibt es Maschinen?
  • Besteht Staplerverkehr?
  • Werden Gefahrstoffe verwendet?
  • Ist persönliche Schutzausrüstung erforderlich?
  • Gibt es elektrische Anlagen?
  • Besteht Absturz- oder Rutschgefahr?

Je höher das Risiko, desto umfangreicher die Kennzeichnung.


Schritt 3: Die wichtigsten Sicherheitszeichen auswählen

Die meisten Betriebe benötigen eine Kombination verschiedener Kategorien.

Warnzeichen
Wenn Gefahren bestehen.

Typische Beispiele:

  • Warnung vor Staplerverkehr
  • Warnung vor elektrischer Spannung
  • Warnung vor Rutschgefahr

Sinnvoll wenn Gefahren sichtbar gemacht werden müssen.

Verbotszeichen
Wenn bestimmte Handlungen verhindert werden sollen.

Typische Beispiele:

  • Rauchen verboten
  • Zutritt verboten
  • Kein offenes Feuer

Sinnvoll wenn Fehlverhalten gefährlich werden kann.

Gebotszeichen
Wenn Schutzmaßnahmen verpflichtend sind.

Typische Beispiele:

  • Schutzbrille tragen
  • Sicherheitsschuhe benutzen
  • Gehörschutz tragen

Sinnvoll wenn PSA erforderlich ist.

Rettungszeichen
Fast jeder Betrieb benötigt diese.

Typische Beispiele:

  • Notausgang
  • Fluchtweg
  • Erste Hilfe
  • Sammelstelle

Sinnvoll wenn Menschen im Notfall Orientierung benötigen.

Brandschutzzeichen
Ebenfalls nahezu immer erforderlich.

Typische Beispiele:

  • Feuerlöscher
  • Brandmelder
  • Löschschlauch

Sinnvoll wenn Brandschutzeinrichtungen vorhanden sind.

Praxisbeispiel:
Ein Versandlager stellt fest, dass zwar Feuerlöscher vorhanden sind, diese jedoch kaum sichtbar sind. Erst durch ergänzende Brandschutzzeichen können Mitarbeitende die Standorte schnell erkennen.


Schritt 4: Innen oder außen?
Auch der Einsatzort beeinflusst die Auswahl.

Innenbereich
Geeignet sind hier:

  • selbstklebende Schilder
  • Kunststoff
  • Folie

Außenbereich
Hier empfiehlt sich: 

  • Aluminium
  • UV-beständiges Material
  • verschraubte Befestigung

Praxisbeispiel:
Ein Warnschild am Außentor eines Betriebsgeländes wird zunächst als selbstklebende Folie umgesetzt. Nach wenigen Monaten lösen Witterung und UV-Strahlung das Material. Ein Aluminiumschild schafft dauerhaft Abhilfe.


Schritt 5: Normgerechte Sicherheitszeichen wählen

Verwenden Sie möglichst aktuelle Zeichen nach DIN EN ISO 7010. Dadurch profitieren Unternehmen von:

  • international verständlichen Symbolen
  • normgerechter Umsetzung
  • besserer Orientierung
  • geringerer Verwechslungsgefahr

Veraltete Symbole sollten immer vermieden werden.


Typische Fehler bei der Auswahl

Häufige Probleme:

  • zu viele unnötige Schilder
  • wichtige Zeichen fehlen
  • falsches Material
  • schlechte Sichtbarkeit
  • veraltete Symbole

Eine strukturierte Auswahl spart langfristig Zeit und Kosten.


Fazit: Die richtigen Sicherheitszeichen hängen vom Betrieb ab

Welche Sicherheitszeichen notwendig sind, hängt immer ab von:

  • Branche
  • Gefährdung
  • Arbeitsbereichen
  • gesetzlichen Anforderungen

Die meisten Unternehmen benötigen mindestens:

  • Rettungszeichen
  • Brandschutzzeichen
  • Warnzeichen
  • Verbotszeichen
  • Gebotszeichen

Wer die tatsächlichen Risiken bewertet, findet schnell die passende Sicherheitskennzeichnung.

 

 

Sie sind unsicher, welche Sicherheitszeichen für Ihren Betrieb wirklich notwendig sind?

Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl passender Sicherheitskennzeichnungen und individueller Lösungen für Ihre Anforderungen.

Sprechen Sie uns jederzeit an – wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.